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INFOS ZUM EHV - Equine Herpes Virus Virusinfektionen verursachen weltweit eine Vielzahl von Erkrankungen beim Pferd. Für die Pferdepopulation in Deutschland sind insbesondere Infektionen mit dem equinen Influenzavirus und dem equinen Herpesvirus (EHV) von Bedeutung. Diese betreffen nicht nur Einzeltiere, sondern den gesamten Bestand und treten sowohl sporadisch als auch epizootisch auf. Die Infektionsgefahr nimmt dabei mit steigendem internationalen Pferdeverkehr zu. Vorkommen: - Weltweit verbreitetes Virus, Subtypen EHV 1-5
- Hochkontagiös (schnelle Durchseuchung d. Stalles, etwas langsamer als bei Influenza)
- Übertragung von Pferd zu Pferd, aber auch über Vektoren (Msch, Putzzeug etc.)
Herpesviren sind clever:- einmal mit Herpesviren infiziert - Pferd ist lebenslang ein Virusträger
- Stress - Reaktivierung der Virusausscheidung (- Erkrankung) - Ansteckung anderer Pferde
- Virusausscheidung ohne klinische Symptome begünstigt unbemerkte Ausbreitung
Krankheitsbilder:oft Virusausscheidung ohne klinische Symptome 3 völlig verschiedene Krankheitsbilder:- Virusabort - vor allem EHV 1, aber auch -4
- Atemwegserkrankungen - vor allem EHV 4, selten -1
- Lähmungserscheinungen - EHV 1 und EHV 4
Equines Herpes Virus 1 - VirusabortUrsache:Der Virusabort wird ausgelöst durch das equine Herpes-Virus-1, das Neben dem Abort zentralvenöse Erkrankungen ( Lähmungen infolge Gehirn- und Rückenmarksentzündung) und Erkrankungen der Atemwege ( Rhinopneumitis) verursachen kann, die insbesondere ei Absatzfohlen oder Jährlingen auftreten.
Die Virusübertragung erfolgt als Tröpfcheninfektion über die Atemwege Oder durch direkten Kontakt von Tier zu Tier. Über das Lymphsystem Gelangt das Virus ins Blut und breitet sich über den gesamten Organismus aus.
EHV Abort- Vorsorge:- Gute Hygienemassnahmen im Betrieb
- Separate Haltung trächtiger Stuten (m. Fohlen)
- Quarantäne von Neueinstallungen
- Sofortige Entsorgung Abortmaterial, US !
- Abortursache abklären
Rhinopneumonitis durch Equines Herpes Virus:Eine der equinen Influenza sehr ähnliche Atemwegserkrankung
Symptome:- Fieber
- Appetitlosigkeit
- Abgeschlagenheit
- Wässriger Nasenausfluss, auch hier durch Sekundärinfektionen evt. später eitrig
- Husten
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Impfungen: Influenza und HerpesReiterliche Vereinigung in Warendorf (F.N.). - Änderung der LPO:
- ab 1. Januar 2000 besteht Impfpflicht für jedes Pferd, das an Turnieren teilnimmt
- Halbjährliche Impfung gegen Influenza ist verbindlich vorgeschrieben!
- Halbjährliche Impfung gegen Herpes wird ausdrücklich empfohlen!
- Kontrolle der Pferdepässe auf den Turnieren
- Unregelmäßigkeiten führen zum Ausschluss
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Grundimmunisierung: zwei Impfungen im Abstand von 42-70 Tagen + dritte Impfung ein halbes Jahr später
Wiederholungsimpfungen: im 6-monatigen Abstand (sicherer Schutz einer Pferdepopulation nur mit halbjährlichen Impfintervallen!)
Fohlen: Erstimpfung im 5./ 6. Lebensmonat (zu frühe Impfung gefährdet den Impferfolg!)
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